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Hochsommer bei bis zu 30 Grad im Schatten: über Hamburg stand die Luft und wer nicht an die Ostsee geflohen war, blieb träge zu Hause. Ganz anders auf der Veddel: Hier versammelten sich gut zweihundert Läufer zum dritten Spreehafenlauf (gleichzeitig Auftakt zum Elbinselcup) über 5 oder 13,6 km (eine Runde + Auftaktstück bzw. drei Runden). Natürlich gab es auch die Möglichkeit zum “After Race- Chillen” am Deich – mit genügend Platz für alle und Blick auf die Köhlbrandbrücke. Unter den Läufern als ganz besonderer Gast: Antonino Antoniutti aus Italien, der heute(!) seinen 80.(!) Geburtstag feierte und als ältester Teilnehmer mit der Nummer 80 am Start über 13,6 km stand.
Zunächst der Start über 5 km: auf einer der schnellsten Hamburger Runden – bis auf den Zick-Zack- Anstieg am Start flach, mit wenigen Kurven und meistens asphaltiert – geht es 2,5 km nach Westen entlang einer Spundwand, die ein wenig Schatten spendete, an einer wegen der Wärme zusätzlich eingerichteten Wasserstelle, über die Spreehafenbrücke und auf dem Deich am Südufer des Hafens wieder zurück, die Köhlbrandbrücke im Hintergrund. Erster 5er auf dem Deich und hinter dem Führungsfahrrad (bereitgestellt vom SC Hammaburg) war Vorjahressieger Philip Letzgus (BSG Lost!), amtierender Hamburger Betriebssport- Meister Halbmarathon. Im Ziel war er gerade einmal sieben Sekunden langsamer als im Vorjahr – bei diesem Wetter “eigentlich” sogar schneller. Schnellste Frau war Christiane Schwietert, DSC Oldenburg, in 19:49 und damit die schnellste 5 km- Läuferin überhaupt bei dieser Veranstaltung.
Die Startpistole für den 13er bekam Ehrengast Antonio Antoniutti in die Hand gedrückt. Ob es die Technik war oder ob gleichzeitig loszulaufen und zu schießen nicht funktioniert? Es wollte kein Schuss kommen. Aber das Läuferfeld setzte sich trotzdem in Bewegung, den 5ern, die zehn Minuten Vorsprung hatten, hinterher. Und die führenden Drei- Runden- Läufer rollten das 5er Feld von hinten auf: Marcel Schlag (LG HNF) und Jean-Pierre de Lannoy (Tri Endurance Germany), beide in der Hamburger “Szene” bekannte Namen, lagen gleichauf, dicht hinter ihnen Sergej Lehmann (Hamburger Laufladen). Schlag war im April Zweiter der Hamburger Marathon- Meisterschaft, de Lannoy ist u.a. im Hamburger Betriebssport “Abonnent” von Treppchenplätzen. Es war schon nach der ersten Runde abzusehen, dass es nicht wie 2014 einen überaus deutlichen Solo- Sieg (damals mit sechs Minuten Abstand) geben würde – denn die beiden schenkten sich nichts. Gerade einmal sieben Sekunden lagen sie dann im Zieleinlauf auseinander. Lehmann musste unterwegs abreißen lassen und folgte mit 1 3/4 Minuten Rückstand. Bei den Frauen dagegen ein deutlicher erster Platz für Veronica Muhra: Mit 55:30 lag sie fünf Minuten vor Sarina Kothe (Grün-Weiß Harburg) – zum Streckenrekord von Annika Krull 2013 fehlten ihr allerdings noch zwei Minuten.
Nicht als letzter, sehr locker und von der Hitze anscheinend unbeeindruckt kam Antonino Antoniutti ins Ziel – und bekam Applaus und ein Extra- Präsent. Ein Läufergeburtstag der besonderen Art.

Lauf 2 und 3 des Elbinselcups sind der Inselparklauf Wilhelmsburg am 19. Juli (Mittwoch) und der Lichterlauf Harburg am 18. September (Freitag).

Damen 13,6 km (3 Runden)
1. Veronica Muhra, 55:30
2. Sarina Kothe, Grün-Weiß Harburg, 1:00:46
3. Katharina Gerdes, Hamburg, 1:10:06

 
Zwischenstand Elbinselcup Damen
1. Lina Rieper, Elixia, 1:13:47
2. Nina Giesel, Hamburg, 1:14:46
3. Heidi Bühler Becker, SG Gruner+Jahr / BSV HH, 1:16:52

 
Herren 13,6 km
(in dieser Reihenfolge auch der erste Zwischenstand beim Elbinselcup)
1. Marcel Schlag, LG HNF Hamburg, 47:02
2. Jean-Pierre de Lannoy, Tri Endurance Germany, 47:09
3. Sergej Lehmann, Hamburger Laufladen, 48:48

 

Damen 5 km (1 Runde)
1. Christiane Schwietert, DSC Oldenburg, 19:49
2. Martina Dannheimer, 20:43
3. Alexandra Bartnicka, ASICS Frontrunner, 21:09

 

Herren 5 km
1. Philipp Letzgus, BSG Lost!, 16:23
2. Jan-Florian Kröger, LG Nordheide, 17:14
3. Florian Thieben, LAV Husum, 17:55

Die Ergebnisse sind ab sofort online.

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